Liberator Paola lehnt über ihren Balkon und schaut in die Ferne

Paola: Die Bühnenperformance

– Begleite sie bei ihrer Herausforderung!
Bild von Liberator Paola

 

 

Ich bin Paola
Alter: 50
Land:  Italien
Hämophilie A
Herausforderung: Gesangs- und Tanz-Performance

Bild von Paolas Coach Luca

 

 

 

Ich bin Luca
Alter: 59
Land: Italien
Rolle während der Reise: Schauspieler

Hi, ich heiße Paola und ich lebe in einer Kleinstadt in der Nähe von Rom. Die Diagnose Hämophilie erhielt ich, als ich zwei Jahre alt war. Aufgrund meiner vielen Blutungen war meine Kindheit alles andere als normal.

Aber ich hatte und habe zwei große Leidenschaften: die Musik und das Schreiben. Diesen verdanke ich, dass ich stärker und mutiger geworden bin und niemals aufgehört habe, für meine Ziele zu kämpfen und das alles, obwohl das Leben mit dieser Krankheit nicht einfach gewesen ist.

Mittlerweile habe ich zwei Kinder und mir steht eine große Herausforderung bevor. Ich werde nämlich als Musicaldarstellerin auftreten. Auf einer großen Bühne werde ich tanzen und singen.

Ich habe ein Lebensmotto und das lautet: Sei dankbar für jedes neue Lebensjahr!

Blogposts

#1 Die Bühne im Blick

Das erste Treffen mit dem großen Luca Ward war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich.
Ich träumte nicht, ich war quicklebendig.
Ich stand kurz vor meinem 50. Geburtstag und hatte den Eindruck, dass mein Leben mit zunehmendem Alter immer besser und facettenreicher wurde.
Die Paola, die ich in diesem Moment war, hatte kein Alter.
Es war, als hätte man mir kostbare Zeit geschenkt.
Ich habe mich mit Luca sofort wohlgefühlt.
Mit absolutem Ernst und peinlich genau sind wir gemeinsam das Skript von Mamma Mia! durchgegangen. Immer wieder haben wir dabei dann aber auch in unserem römischen Dialekt gescherzt, so dass ich kurzzeitig meine Aufregung vergaß.

Paola und ihr Coach Luca gehen den Text durch

Die Rolle der Donna passte perfekt zu mir,  und ich liebte sie von Anfang an.
Meine Rolle als Liberator hatte begonnen, und so machte ich mich immer mehr von meiner Krankheit frei.
Mut und Unerschrockenheit bestimmten von nun an mein Leben und nicht mehr die Schmerzen in meinen Sprunggelenken.
Volle Kraft voraus, Paola!“, sagte ich zu mir selbst.

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Trennelement Liberate Life

#2 Die Auswahl meines Songs

Heute möchte ich von meinem zweiten Treffen mit meinem Coach Luca Ward erzählen.
Ich freue mich so dermaßen, denn heute haben wir angefangen, meinen Gesang mit der Musik zu kombinieren.

Paola und Luca sitzen am Tisch im Studio, sie lachen

Zuallererst haben wir uns die Szenen ausgesucht, die uns am passendsten und am dramatischsten erschienen. Daher haben wir uns für die italienische Version von „S.O.S“ und „The Winner Takes It All“ entschieden.
Und natürlich haben ABBA wieder einmal den Sieg davongetragen. Sie haben mir Gänsehaut und magische Momente beschert, denn mein Traum wird endlich wahr!
Ich bin glücklich! Nein, ich bin nicht nur glücklich, ich bin überglücklich!
Auf dem Nachhauseweg bin ich in einem Adrenalinrausch.

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#3 Übung macht mich selbstsicherer

Aprilia im Juli 2019: Es ist wahnsinnig heiß. Aber eine Pause können wir uns nicht leisten, oder wie man so schön sagt „The Show Must Go On!“ Also mache ich mich auf zum dritten Termin mit Luca. Ich wünschte mir, es gäbe noch unzählige Treffen mit ihm.

Obwohl ich gespannt auf das Ergebnis dieser Challenge bin und ich den großen Tag kaum erwarten kann, will ich jeden Moment bis dahin auskosten, da ich weiß, dass ich eine solche Erfahrung wahrscheinlich nur einmal in meinem Leben machen werde.

Paola und ihr Coach Luca bei der Arbeit mit dem Text

Von dem Moment an, in dem ich im Auto zu den Studios in Rom sitze, sauge ich jeden einzelnen Moment intensiv in mich auf, um ihn mit jedem noch so kleinen Detail in meinem Kopf unter dem Kapitel „Die schönsten Erinnerungen meines Lebens“ abzuspeichern.
Heute werden wir das Schauspiel und den Gesang üben. Die Szenen nehmen langsam Gestalt und Leben an.
Musik berührt und inspiriert.

Jetzt ist es fast perfekt… oder sagen wir mal so, zumindest fühle ich mich selbstsicherer. So langsam spiele ich nicht mehr nur Donna, sondern ich bin Donna.

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Trennelement Liberate Life

#4 Spannung und Aufregung vor der Generalprobe

 

Viele Menschen mögen den Monat August, weil sie sich dann ihre wohl verdiente Pause gönnen und den Sommerurlaub genießen.
Ich wiederum wollte einfach nur, dass er so schnell wie möglich vorübergeht.

Mir fehlte der Unterricht mit Luca.
Da ich irgendwie doch etwas besorgt und ängstlich war, habe ich, egal wo ich war, gesungen und geübt. Bestimmt haben manche Menschen gedacht, ich sei verrückt. Immer wenn ich an meine Challenge dachte, begann mein Herz vor Aufregung und Vorfreude ganz schnell zu schlagen, und das konnte ich einfach nicht abstellen.
 
Als es dann endlich September war, wurde mir bewusst, dass der große Tag immer näher rückte, und ich wurde immer euphorischer. Luca und ich hatten unsere letzten Proben. Er war im Laufe der Zeit zu einem Freund für mich geworden.

Paola und Luca im Studio

Ich konnte es kaum abwarten, ihm meine Performance zu zeigen. Das Skript brauchte ich nun nicht mehr, denn ich kannte meinen Text mittlerweile in- und auswendig.
 
Luca brachte mir bei, wie ich mich auf der Bühne zu bewegen hatte. Er erklärte mir, dass sich das Publikum hinter einer imaginären „vierten Wand“ befindet. Zwar wird in diese Richtung gespielt, doch wird diese Wand normalerweise nicht durchbrochen. Das Wichtigste war nun, dass ich locker blieb.
 
Ich war Donna, die Protagonistin. Aber ich war eine andere Donna. Ich versuchte nicht, jemandem nachzueifern, sondern ich spielte meine eigene Version, nämlich die, die zu mir passte.

Als Luca und ich uns nach unserem letzten Treffen verabschiedeten, konnte ich meine Tränen kaum zurückhalten.
Das letzte Treffen von Luca und mir bedeutete für mich, dass mein Traum endlich Wirklichkeit wurde. Es war mich wichtig, nicht nur rückblickend in Worten formulieren zu können, dass ich glücklich war, was ja leider viel zu häufig passiert, sondern ich wollte das Glück im Hier und Jetzt auch tatsächlich spüren.

Denn so war es, ich war glücklich in jenem Moment.
Und ich bin es jetzt!

Mailand wartet auf mich!
Ich weiß zwar nicht, wie diese Challenge enden wird, aber ich weiß, dass ich ihr gewachsen bin und dass ich mein Bestes geben werde.
Ich bedanke mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei allen, die an mich geglaubt haben.

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#5 Der große Auftritt im Theater in Mailand


Es ist der 11. September 2019. Ich bin gerade in den Zug nach Mailand gestiegen. Die Kostüme in meinem Koffer habe ich sorgfältig ausgewählt. Ich hoffe, sie eignen sich für den Auftritt. Nur noch zwei Tage bis zu meinem Debut. Ich kann es immer noch nicht glauben!

Luca hatte mir gesagt, ich solle ruhig bleiben. Vor allem aber sollte ich, ich selbst sein. Ohne es zu bemerken, würde ich mich dann in Donna verwandeln. In diese Person, die ich so intensiv studiert habe, und mit der ich mich mittlerweile absolut identifizieren konnte.

Schließlich traf ich Giacomo Buccheri, der die Rolle des Sam in Mamma Mia spielt. Mit ihm zusammen sollte ich bald auf der Bühne stehen. Ich mochte ihn sofort, denn er hat die Fähigkeit mich zu beruhigen und mir Mut zuzusprechen.

Ich trage Schuhe mit hohen Absätzen. Darin kann ich meine Füße nicht mal spüren. Aber erstaunlicherweise halten sie mich aufrecht. Mir wird wieder einmal bewusst, dass ich meinen größten Traum lebe. In diesem Moment werde ich überwältigt von meinen Emotionen. Ich fühle mich berauscht.

Nach der langen Reise aus Rom treffe ich endlich auf meine Familie. Während ich verkabelt werde, umarmen wir uns herzlich.
Endlich ist es soweit. Die Bühne ist frei für mich. Gekonnt werde ich von drei eindrucksvollen Frauen auf die Bühne geleitet: Laura Campanello, Michaela Mantovan und Carolyn Smith.

Paola bei ihrem großen Auftritt

Ich verhalte mich, als sei ich mit Freunden im Wohnzimmer. Tatsächlich bin ich aber in einem Theater, das bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Manch einer hat sogar nur einen Stehplatz ergattert. Andere mussten vor dem Theater wieder kehrtmachen, da alle Plätze ausverkauft waren.
 
Giacomo und ich spielen und singen, als gäbe es nur uns beide!
Ein stürmischer Applaus holt mich in die Realität zurück. Das Publikum ist begeistert.

Als ich mein erstes Interview gebe, bin ich noch im Freudentaumel. Übermannt von unglaublichen Gefühlen beantworte ich die Fragen, von denen ich mich heute an keine einzige mehr erinnere.
 
Ich habe es geschafft! Ich habe diese Challenge gemeistert! Aber ohne Hilfe wäre mir dies nicht möglich gewesen. Das habe ich Menschen zu verdanken, die an mich geglaubt und deren Energie und Zielstrebigkeit mich inspiriert haben.

Dankeschön, Liberate Life! Erinnerungen währen ein ganzes Leben lang und niemand wird mir diese Erinnerungen jemals nehmen können.

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Es ist möglich, ein Leben zu leben, das mehr ist als Hämophilie.

Klicke hier, um mehr über das Leben mit Hämophilie in unterschiedlichen Lebensphasen zu erfahren.

Paola: Die Bühnenperformance

– Begleite sie bei ihrer Herausforderung!
Bild von Liberator Paola

 

 

Ich bin Paola
Alter: 50
Land:  Italien
Hämophilie A
Herausforderung: Gesangs- und Tanz-Performance

Bild von Paolas Coach Luca

 

 

 

Ich bin Luca
Alter: 59
Land: Italien
Rolle während der Reise: Schauspieler

Hi, ich heiße Paola und ich lebe in einer Kleinstadt in der Nähe von Rom. Die Diagnose Hämophilie erhielt ich, als ich zwei Jahre alt war. Aufgrund meiner vielen Blutungen war meine Kindheit alles andere als normal.

Aber ich hatte und habe zwei große Leidenschaften: die Musik und das Schreiben. Diesen verdanke ich, dass ich stärker und mutiger geworden bin und niemals aufgehört habe, für meine Ziele zu kämpfen und das alles, obwohl das Leben mit dieser Krankheit nicht einfach gewesen ist.

Mittlerweile habe ich zwei Kinder und mir steht eine große Herausforderung bevor. Ich werde nämlich als Musicaldarstellerin auftreten. Auf einer großen Bühne werde ich tanzen und singen.

Ich habe ein Lebensmotto und das lautet: Sei dankbar für jedes neue Lebensjahr!

Blogposts

#1 Die Bühne im Blick

Das erste Treffen mit dem großen Luca Ward war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich.
Ich träumte nicht, ich war quicklebendig.
Ich stand kurz vor meinem 50. Geburtstag und hatte den Eindruck, dass mein Leben mit zunehmendem Alter immer besser und facettenreicher wurde.
Die Paola, die ich in diesem Moment war, hatte kein Alter.
Es war, als hätte man mir kostbare Zeit geschenkt.
Ich habe mich mit Luca sofort wohlgefühlt.
Mit absolutem Ernst und peinlich genau sind wir gemeinsam das Skript von Mamma Mia! durchgegangen. Immer wieder haben wir dabei dann aber auch in unserem römischen Dialekt gescherzt, so dass ich kurzzeitig meine Aufregung vergaß.

Paola und ihr Coach Luca gehen den Text durch

Die Rolle der Donna passte perfekt zu mir,  und ich liebte sie von Anfang an.
Meine Rolle als Liberator hatte begonnen, und so machte ich mich immer mehr von meiner Krankheit frei.
Mut und Unerschrockenheit bestimmten von nun an mein Leben und nicht mehr die Schmerzen in meinen Sprunggelenken.
Volle Kraft voraus, Paola!“, sagte ich zu mir selbst.

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#2 Die Auswahl meines Songs

Heute möchte ich von meinem zweiten Treffen mit meinem Coach Luca Ward erzählen.
Ich freue mich so dermaßen, denn heute haben wir angefangen, meinen Gesang mit der Musik zu kombinieren.

Paola und Luca sitzen am Tisch im Studio, sie lachen

Zuallererst haben wir uns die Szenen ausgesucht, die uns am passendsten und am dramatischsten erschienen. Daher haben wir uns für die italienische Version von „S.O.S“ und „The Winner Takes It All“ entschieden.
Und natürlich haben ABBA wieder einmal den Sieg davongetragen. Sie haben mir Gänsehaut und magische Momente beschert, denn mein Traum wird endlich wahr!
Ich bin glücklich! Nein, ich bin nicht nur glücklich, ich bin überglücklich!
Auf dem Nachhauseweg bin ich in einem Adrenalinrausch.

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#3 Übung macht mich selbstsicherer

Aprilia im Juli 2019: Es ist wahnsinnig heiß. Aber eine Pause können wir uns nicht leisten, oder wie man so schön sagt „The Show Must Go On!“ Also mache ich mich auf zum dritten Termin mit Luca. Ich wünschte mir, es gäbe noch unzählige Treffen mit ihm.

Obwohl ich gespannt auf das Ergebnis dieser Challenge bin und ich den großen Tag kaum erwarten kann, will ich jeden Moment bis dahin auskosten, da ich weiß, dass ich eine solche Erfahrung wahrscheinlich nur einmal in meinem Leben machen werde.

Paola und ihr Coach Luca bei der Arbeit mit dem Text

Von dem Moment an, in dem ich im Auto zu den Studios in Rom sitze, sauge ich jeden einzelnen Moment intensiv in mich auf, um ihn mit jedem noch so kleinen Detail in meinem Kopf unter dem Kapitel „Die schönsten Erinnerungen meines Lebens“ abzuspeichern.
Heute werden wir das Schauspiel und den Gesang üben. Die Szenen nehmen langsam Gestalt und Leben an.
Musik berührt und inspiriert.

Jetzt ist es fast perfekt… oder sagen wir mal so, zumindest fühle ich mich selbstsicherer. So langsam spiele ich nicht mehr nur Donna, sondern ich bin Donna.

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#4 Spannung und Aufregung vor der Generalprobe

 

Viele Menschen mögen den Monat August, weil sie sich dann ihre wohl verdiente Pause gönnen und den Sommerurlaub genießen.
Ich wiederum wollte einfach nur, dass er so schnell wie möglich vorübergeht.

Mir fehlte der Unterricht mit Luca.
Da ich irgendwie doch etwas besorgt und ängstlich war, habe ich, egal wo ich war, gesungen und geübt. Bestimmt haben manche Menschen gedacht, ich sei verrückt. Immer wenn ich an meine Challenge dachte, begann mein Herz vor Aufregung und Vorfreude ganz schnell zu schlagen, und das konnte ich einfach nicht abstellen.
 
Als es dann endlich September war, wurde mir bewusst, dass der große Tag immer näher rückte, und ich wurde immer euphorischer. Luca und ich hatten unsere letzten Proben. Er war im Laufe der Zeit zu einem Freund für mich geworden.

Paola und Luca im Studio

Ich konnte es kaum abwarten, ihm meine Performance zu zeigen. Das Skript brauchte ich nun nicht mehr, denn ich kannte meinen Text mittlerweile in- und auswendig.
 
Luca brachte mir bei, wie ich mich auf der Bühne zu bewegen hatte. Er erklärte mir, dass sich das Publikum hinter einer imaginären „vierten Wand“ befindet. Zwar wird in diese Richtung gespielt, doch wird diese Wand normalerweise nicht durchbrochen. Das Wichtigste war nun, dass ich locker blieb.
 
Ich war Donna, die Protagonistin. Aber ich war eine andere Donna. Ich versuchte nicht, jemandem nachzueifern, sondern ich spielte meine eigene Version, nämlich die, die zu mir passte.

Als Luca und ich uns nach unserem letzten Treffen verabschiedeten, konnte ich meine Tränen kaum zurückhalten.
Das letzte Treffen von Luca und mir bedeutete für mich, dass mein Traum endlich Wirklichkeit wurde. Es war mich wichtig, nicht nur rückblickend in Worten formulieren zu können, dass ich glücklich war, was ja leider viel zu häufig passiert, sondern ich wollte das Glück im Hier und Jetzt auch tatsächlich spüren.

Denn so war es, ich war glücklich in jenem Moment.
Und ich bin es jetzt!

Mailand wartet auf mich!
Ich weiß zwar nicht, wie diese Challenge enden wird, aber ich weiß, dass ich ihr gewachsen bin und dass ich mein Bestes geben werde.
Ich bedanke mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei allen, die an mich geglaubt haben.

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#5 Der große Auftritt im Theater in Mailand


Es ist der 11. September 2019. Ich bin gerade in den Zug nach Mailand gestiegen. Die Kostüme in meinem Koffer habe ich sorgfältig ausgewählt. Ich hoffe, sie eignen sich für den Auftritt. Nur noch zwei Tage bis zu meinem Debut. Ich kann es immer noch nicht glauben!

Luca hatte mir gesagt, ich solle ruhig bleiben. Vor allem aber sollte ich, ich selbst sein. Ohne es zu bemerken, würde ich mich dann in Donna verwandeln. In diese Person, die ich so intensiv studiert habe, und mit der ich mich mittlerweile absolut identifizieren konnte.

Schließlich traf ich Giacomo Buccheri, der die Rolle des Sam in Mamma Mia spielt. Mit ihm zusammen sollte ich bald auf der Bühne stehen. Ich mochte ihn sofort, denn er hat die Fähigkeit mich zu beruhigen und mir Mut zuzusprechen.

Ich trage Schuhe mit hohen Absätzen. Darin kann ich meine Füße nicht mal spüren. Aber erstaunlicherweise halten sie mich aufrecht. Mir wird wieder einmal bewusst, dass ich meinen größten Traum lebe. In diesem Moment werde ich überwältigt von meinen Emotionen. Ich fühle mich berauscht.

Nach der langen Reise aus Rom treffe ich endlich auf meine Familie. Während ich verkabelt werde, umarmen wir uns herzlich.
Endlich ist es soweit. Die Bühne ist frei für mich. Gekonnt werde ich von drei eindrucksvollen Frauen auf die Bühne geleitet: Laura Campanello, Michaela Mantovan und Carolyn Smith.

Paola bei ihrem großen Auftritt

Ich verhalte mich, als sei ich mit Freunden im Wohnzimmer. Tatsächlich bin ich aber in einem Theater, das bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Manch einer hat sogar nur einen Stehplatz ergattert. Andere mussten vor dem Theater wieder kehrtmachen, da alle Plätze ausverkauft waren.
 
Giacomo und ich spielen und singen, als gäbe es nur uns beide!
Ein stürmischer Applaus holt mich in die Realität zurück. Das Publikum ist begeistert.

Als ich mein erstes Interview gebe, bin ich noch im Freudentaumel. Übermannt von unglaublichen Gefühlen beantworte ich die Fragen, von denen ich mich heute an keine einzige mehr erinnere.
 
Ich habe es geschafft! Ich habe diese Challenge gemeistert! Aber ohne Hilfe wäre mir dies nicht möglich gewesen. Das habe ich Menschen zu verdanken, die an mich geglaubt und deren Energie und Zielstrebigkeit mich inspiriert haben.

Dankeschön, Liberate Life! Erinnerungen währen ein ganzes Leben lang und niemand wird mir diese Erinnerungen jemals nehmen können.

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