Baby Füße

Rund um die Geburt

Wie unser Titus zur Welt kam

Denis und ihr Partner am Babybauch

Mein Partner und ich hatten uns beide ein Baby gewünscht, die Frage war immer nur: „wann ist der richtige Zeitpunkt“. Da es diesen unserer Meinung nach nicht wirklich gibt, hatten wir uns dazu entschlossen, es einfach auf uns zukommen zu lassen. Zwei Wochen später saß ich zu Hause mit einem Schwangerschaftstest in meiner Hand und wartete auf das Ergebnis. In meinem Kopf herrschte das reinste Chaos. Die beunruhigteste Frage war: „wie sollen wir damit umgehen, wenn ich einen Jungen mit Hämophilie zur Welt bringe?“ Ich konnte diesen Gedanken nicht einmal zu Ende denken, da zeigte der Test auch schon das Wörtchen „schwanger“ an. Wie ich in meinem ersten Bericht bereits erzählt habe, ist die Schwangerschaft sehr gut verlaufen.

Die Hämophilie wurde während meiner Schwangerschaft immer öfter zum Thema. Ich war bei viel mehr Arztbesuchen als andere Schwangere, vor allem zum Ende hin.

Da wir einen Jungen erwarteten, wurde von unserer Ärztin ein geplanter Kaiserschnitt empfohlen. Aufgrund der Vererbungswahrscheinlichkeit und Ausprägung auf die verschiedenen Geschlechter, war es für uns die einzige Möglichkeit sicherzugehen, dass der kleine Mann gesund zur Welt kommt.

Bei unserem Vorgespräch im Krankenhaus wurde uns genauer erklärt, wie die Geburt ablaufen würde. Zu diesem Gespräch wurde dann auch ein Oberarzt dazu gerufen, denn als das Thema Hämophilie zur Sprache kam herrschte ein wenig Verunsicherung. Uns wurde der Geburtsverlauf genau erklärt und uns wurde versichert, dass alle Maßnahmen mit der Ärztin, aus dem Gerinnungszentrum besprochen wurden. Ich bin nicht nur Konduktorin, sondern habe selbst eine milde Hämophilie A. Das hat zur Folge, dass ich bei operativen Eingriffen Faktor 8 substituieren muss.

Der Tag der Entbindung sollte zwei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin stattfinden, denn es war wichtig, dass der Kleine nicht in den Geburtskanal gelangt, denn dort steigt das Risiko für die Entstehung einer Gehirnblutung.

Denise Im Krankenhaus

Der 13.06.2019 war somit der Tag meiner Entbindung.

Morgens um halb 7 erschienen wir auf der Entbindungsstation, vor Aufregung hatte ich kaum ein Auge zubekommen. Im Zimmer sollte ich mir schon mal die Op-Kleidung anziehen. Ich weiß noch wie ich dort im Bett saß und immer nervöser wurde.

Um 8:30 wurde ich dann in den Kreißsaal geschoben.

Mein Partner und meine Mutter waren ebenfalls anwesend. 30 Minuten vor Beginn, wurde mir der Faktor 8 gespritzt, den ich selbst mitgebracht hatte. Die Aufregung und Anspannung aller Anwesenden stieg, denn alle hofften auf eine reibungslose Geburt.

Anfangs war ich alleine im OP-Saal, denn mir wurde die Spinalanästhesie verabreicht. Die Hebamme aus dem Krankenhaus versuchte mich noch abzulenken, damit ich die spitze Nadel, die sich in meinem Rücken bohrte, nicht spürte. Auf dem Stuhl liegend, die Beine leicht erhöht, wurde Bauch-abwärts alles taub. Endlich konnte dann auch mein Partner dazukommen. Er saß direkt neben meinem Kopf und hielt meine linke Hand.

Nach kurzer Zeit hörte man einen Babyaufschrei und dann war Stille. Diesen Moment werden wir nie vergessen. In binnen von Sekunden konnten wir unser kleinen Sohn endlich sehen. Papa durchtrennte die Nabelschnur und wir durften ihn kurz begrüßen. Titus wurde direkt, wie bei jeder Geburt zum Kinderarzt gebracht. Der einzige Unterschied war, dass er eine Hirnsonografie bekam, um eine Gehirnblutung auszuschließen. Anschließend durften wir ihn dann kurz knuddeln. Sogar neun Monate danach, habe ich immer noch Freudentränen in den Augen, wenn ich an diesen Tag zurück denke.

Die ersten Tage waren unglaublich emotional, es prasselten Gefühle auf uns herab, die wir vorher noch nie verspürt hatten. Es waren sehr anstrengende, schmerzhafte und aufregende erste Tage, aber auch die schönsten unseres Lebens. Nun waren wir stolze Eltern eines kleinen wundervollen Jungens.

 

Denise und ihr Freund nach der Geburt

Sommerferien am Werbellinsee

Spaß für die Kinder und Entspannung für die Eltern: Die kreative Integrationsfreizeit vom ABB e.V. macht es in den Sommerferien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung möglich. Neben spaßigen Aktivitäten wie schwimmen, haben Kinder mit Hämophilie die Möglichkeit an einem Spritzenkur teilzunehmen. Beatrix erzählt euch von den positiven Erfahrungen ihrer Kinder.

Der erste Tag im Kindergarten

Moritz hat Hämophilie und freut sich riesig auf den Kindergarten. Seine Mama Franziska teilt mit euch wertvolle Tipps für eine gute Vorbereitung und einen reibungslosen Start.



 

Rund um die Geburt

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Mein Partner und ich hatten uns beide ein Baby gewünscht, die Frage war immer nur: „wann ist der richtige Zeitpunkt“. Da es diesen unserer Meinung nach nicht wirklich gibt, hatten wir uns dazu entschlossen, es einfach auf uns zukommen zu lassen. Zwei Wochen später saß ich zu Hause mit einem Schwangerschaftstest in meiner Hand und wartete auf das Ergebnis. In meinem Kopf herrschte das reinste Chaos. Die beunruhigteste Frage war: „wie sollen wir damit umgehen, wenn ich einen Jungen mit Hämophilie zur Welt bringe?“ Ich konnte diesen Gedanken nicht einmal zu Ende denken, da zeigte der Test auch schon das Wörtchen „schwanger“ an. Wie ich in meinem ersten Bericht bereits erzählt habe, ist die Schwangerschaft sehr gut verlaufen.

Die Hämophilie wurde während meiner Schwangerschaft immer öfter zum Thema. Ich war bei viel mehr Arztbesuchen als andere Schwangere, vor allem zum Ende hin.

Da wir einen Jungen erwarteten, wurde von unserer Ärztin ein geplanter Kaiserschnitt empfohlen. Aufgrund der Vererbungswahrscheinlichkeit und Ausprägung auf die verschiedenen Geschlechter, war es für uns die einzige Möglichkeit sicherzugehen, dass der kleine Mann gesund zur Welt kommt.

Bei unserem Vorgespräch im Krankenhaus wurde uns genauer erklärt, wie die Geburt ablaufen würde. Zu diesem Gespräch wurde dann auch ein Oberarzt dazu gerufen, denn als das Thema Hämophilie zur Sprache kam herrschte ein wenig Verunsicherung. Uns wurde der Geburtsverlauf genau erklärt und uns wurde versichert, dass alle Maßnahmen mit der Ärztin, aus dem Gerinnungszentrum besprochen wurden. Ich bin nicht nur Konduktorin, sondern habe selbst eine milde Hämophilie A. Das hat zur Folge, dass ich bei operativen Eingriffen Faktor 8 substituieren muss.

Der Tag der Entbindung sollte zwei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin stattfinden, denn es war wichtig, dass der Kleine nicht in den Geburtskanal gelangt, denn dort steigt das Risiko für die Entstehung einer Gehirnblutung.

Denise Im Krankenhaus

Der 13.06.2019 war somit der Tag meiner Entbindung.

Morgens um halb 7 erschienen wir auf der Entbindungsstation, vor Aufregung hatte ich kaum ein Auge zubekommen. Im Zimmer sollte ich mir schon mal die Op-Kleidung anziehen. Ich weiß noch wie ich dort im Bett saß und immer nervöser wurde.

Um 8:30 wurde ich dann in den Kreißsaal geschoben.

Mein Partner und meine Mutter waren ebenfalls anwesend. 30 Minuten vor Beginn, wurde mir der Faktor 8 gespritzt, den ich selbst mitgebracht hatte. Die Aufregung und Anspannung aller Anwesenden stieg, denn alle hofften auf eine reibungslose Geburt.

Anfangs war ich alleine im OP-Saal, denn mir wurde die Spinalanästhesie verabreicht. Die Hebamme aus dem Krankenhaus versuchte mich noch abzulenken, damit ich die spitze Nadel, die sich in meinem Rücken bohrte, nicht spürte. Auf dem Stuhl liegend, die Beine leicht erhöht, wurde Bauch-abwärts alles taub. Endlich konnte dann auch mein Partner dazukommen. Er saß direkt neben meinem Kopf und hielt meine linke Hand.

Nach kurzer Zeit hörte man einen Babyaufschrei und dann war Stille. Diesen Moment werden wir nie vergessen. In binnen von Sekunden konnten wir unser kleinen Sohn endlich sehen. Papa durchtrennte die Nabelschnur und wir durften ihn kurz begrüßen. Titus wurde direkt, wie bei jeder Geburt zum Kinderarzt gebracht. Der einzige Unterschied war, dass er eine Hirnsonografie bekam, um eine Gehirnblutung auszuschließen. Anschließend durften wir ihn dann kurz knuddeln. Sogar neun Monate danach, habe ich immer noch Freudentränen in den Augen, wenn ich an diesen Tag zurück denke.

Die ersten Tage waren unglaublich emotional, es prasselten Gefühle auf uns herab, die wir vorher noch nie verspürt hatten. Es waren sehr anstrengende, schmerzhafte und aufregende erste Tage, aber auch die schönsten unseres Lebens. Nun waren wir stolze Eltern eines kleinen wundervollen Jungens.

 

Denise und ihr Freund nach der Geburt

Sommerferien am Werbellinsee

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Der erste Tag im Kindergarten

Moritz hat Hämophilie und freut sich riesig auf den Kindergarten. Seine Mama Franziska teilt mit euch wertvolle Tipps für eine gute Vorbereitung und einen reibungslosen Start.