Knutschendes Pärchen liegt unter der Bettdecke.

Sex-Coach Claudia Huber im Interview: Teil 1

Liebe, Sex und Partnerschaft: Es gibt wohl nur wenige Themen, über die es mehr Gerüchte, Mythen und Gossip gibt. Aber was steckt wirklich dahinter und was ist für Menschen mit Hämophilie wirklich wichtig? Wir sprechen mit Sex-Coach Claudia Huber und beleuchten im ersten Teil unseres Interviews die Themen Selbstbefriedigung, erstes Date und erster Sex.

Das erste Date steht an. Wie sollte ich mich am besten darauf vorbereiten?

Es geht eigentlich gar nicht so sehr um die Vorbereitung. Du solltest das Date genießen, dich zeigen wie du bist und möglichst viel Spaß haben. Dementsprechend sollte auch deine „Vorbereitung“ aussehen. Die Aufregung gehört dazu. Bleib locker, plane möglichst nicht, was passieren könnte und freue dich. Vorfreude ist wichtiger als Vorbereitung.

Wenn alles gut läuft, führt das erste Date früher oder später zur ersten Beziehung. Wann sollte ich mit dem Freund / der Freundin über meine Erkrankung reden?

Ganz wichtig: Hämophilie ist nichts, wofür du dich schämen müsstest. Dir fehlt ein Protein, das der Körper leider nicht selber herstellen kann. Du bist aber natürlich nicht ansteckend oder stellst ein Risiko für den anderen dar. Von daher gilt: Das Thema ganz ohne Aufregung angehen. Dann ergibt sich der richtige Zeitpunkt von selbst.

Gibt es trotzdem Anhaltspunkte oder Empfehlungen für diesen Zeitpunkt?

Das erste Date ist vermutlich nicht unbedingt der beste Zeitpunkt dafür, Krankheiten zu thematisieren. Gebt euch Zeit. Auch Ex-Freundinnen und Ex-Freunde sind übrigens als erstes Gesprächsthema nicht zu empfehlen. Sobald du merkst, dass zwischen euch eine engere und vertrauensvollere Beziehung entsteht, kannst du problemlos und völlig ohne Scham über deine Erkrankung reden.

Füße von einem kuschelnden Paar schauen unter der Bettdecke hervor.

Apropos Zeitpunkt: Wann ist denn der richtige Zeitpunkt für das erste Mal?

Das ist so eine Sache, zu der es leider wirklich keinen Standard gibt. Das muss jedes Paar unter sich ausmachen – wichtig ist vor allem, dass ihr offen damit umgeht und darüber sprecht.

Kann das erste Mal wehtun?

Ja, es kann vielleicht etwas wehtun – für Mann und Frau. Das hat aber nichts mit der Hämophilie zu tun. Häufig liegt das an der Anspannung oder Nervosität. Möglicherweise verspannt sich die Frau, weil sie keine Ahnung hat, was sie da jetzt erwartet. Diese Anspannung macht die Scheide enger, was für Mann und Frau etwas unangenehm sein kann. Ganz wichtig ist: Redet auch beim Sex miteinander und sagt Bescheid, wenn es wehtut. Das solltet ihr dann nicht persönlich nehmen. Je mehr Zeit ihr euch vor dem ersten Eindringen lasst und Spaß miteinander habt, desto entspannter seid ihr auch.

Und wie läuft das erste Mal ab?

Man sollte sich hier nicht von Filmen irritieren lassen: Das erste Mal wird in der Regel weit weniger spektakulär und romantisch, als Hollywood uns das zeigt. Aus der Erfahrung der echten Welt kann ich sagen: Wenn es nicht so „gut“ wird, wie im Film, ist das völlig normal. Übung macht den Meister.

Gibt es etwas, dass ich in puncto Selbstbefriedigung beachten sollte?

Keine Sorge: Der erigierte Penis wird zwar besonders stark mit Blut versorgt, allerdings sind Verletzungen bei der Selbstbefriedigung wirklich unglaublich selten. Ich rate aber dringend von Experimenten ab, die Haushaltsgeräte oder Gegenstände beinhalten, die nicht für die Nutzung zum Sex gemacht sind. In gut sortierten Fachgeschäften gibt es schöne Mittel, die dazu bestens geeignet sind. Ihr solltet also besser nicht mit normalen Messern oder anderen scharfen Gegenständen an eurem besten Stück rumfuchteln. Ihr solltet auch davon absehen, euren Penis mit großem Druck zu verbiegen oder irgendwo einzuquetschen.

Im Interview: Claudia Huber


Über die Themen

  • Sex mit Hämophilie
  • die richtige Verhütung
  • geeignete Stellungen und
  • dem Wunsch nach eigenen Kindern


spricht Sex-Coach Claudia Huber im zweiten Teil unseres Interviews.

Sex-Coach Claudia Huber

Sex-Coach Claudia Huber im Interview: Teil 1

Liebe, Sex und Partnerschaft: Es gibt wohl nur wenige Themen, über die es mehr Gerüchte, Mythen und Gossip gibt. Aber was steckt wirklich dahinter und was ist für Menschen mit Hämophilie wirklich wichtig? Wir sprechen mit Sex-Coach Claudia Huber und beleuchten im ersten Teil unseres Interviews die Themen Selbstbefriedigung, erstes Date und erster Sex.

Das erste Date steht an. Wie sollte ich mich am besten darauf vorbereiten?

Es geht eigentlich gar nicht so sehr um die Vorbereitung. Du solltest das Date genießen, dich zeigen wie du bist und möglichst viel Spaß haben. Dementsprechend sollte auch deine „Vorbereitung“ aussehen. Die Aufregung gehört dazu. Bleib locker, plane möglichst nicht, was passieren könnte und freue dich. Vorfreude ist wichtiger als Vorbereitung.

Wenn alles gut läuft, führt das erste Date früher oder später zur ersten Beziehung. Wann sollte ich mit dem Freund / der Freundin über meine Erkrankung reden?

Ganz wichtig: Hämophilie ist nichts, wofür du dich schämen müsstest. Dir fehlt ein Protein, das der Körper leider nicht selber herstellen kann. Du bist aber natürlich nicht ansteckend oder stellst ein Risiko für den anderen dar. Von daher gilt: Das Thema ganz ohne Aufregung angehen. Dann ergibt sich der richtige Zeitpunkt von selbst.

Gibt es trotzdem Anhaltspunkte oder Empfehlungen für diesen Zeitpunkt?

Das erste Date ist vermutlich nicht unbedingt der beste Zeitpunkt dafür, Krankheiten zu thematisieren. Gebt euch Zeit. Auch Ex-Freundinnen und Ex-Freunde sind übrigens als erstes Gesprächsthema nicht zu empfehlen. Sobald du merkst, dass zwischen euch eine engere und vertrauensvollere Beziehung entsteht, kannst du problemlos und völlig ohne Scham über deine Erkrankung reden.

Füße von einem kuschelnden Paar schauen unter der Bettdecke hervor.

Apropos Zeitpunkt: Wann ist denn der richtige Zeitpunkt für das erste Mal?

Das ist so eine Sache, zu der es leider wirklich keinen Standard gibt. Das muss jedes Paar unter sich ausmachen – wichtig ist vor allem, dass ihr offen damit umgeht und darüber sprecht.

Kann das erste Mal wehtun?

Ja, es kann vielleicht etwas wehtun – für Mann und Frau. Das hat aber nichts mit der Hämophilie zu tun. Häufig liegt das an der Anspannung oder Nervosität. Möglicherweise verspannt sich die Frau, weil sie keine Ahnung hat, was sie da jetzt erwartet. Diese Anspannung macht die Scheide enger, was für Mann und Frau etwas unangenehm sein kann. Ganz wichtig ist: Redet auch beim Sex miteinander und sagt Bescheid, wenn es wehtut. Das solltet ihr dann nicht persönlich nehmen. Je mehr Zeit ihr euch vor dem ersten Eindringen lasst und Spaß miteinander habt, desto entspannter seid ihr auch.

Und wie läuft das erste Mal ab?

Man sollte sich hier nicht von Filmen irritieren lassen: Das erste Mal wird in der Regel weit weniger spektakulär und romantisch, als Hollywood uns das zeigt. Aus der Erfahrung der echten Welt kann ich sagen: Wenn es nicht so „gut“ wird, wie im Film, ist das völlig normal. Übung macht den Meister.

Gibt es etwas, dass ich in puncto Selbstbefriedigung beachten sollte?

Keine Sorge: Der erigierte Penis wird zwar besonders stark mit Blut versorgt, allerdings sind Verletzungen bei der Selbstbefriedigung wirklich unglaublich selten. Ich rate aber dringend von Experimenten ab, die Haushaltsgeräte oder Gegenstände beinhalten, die nicht für die Nutzung zum Sex gemacht sind. In gut sortierten Fachgeschäften gibt es schöne Mittel, die dazu bestens geeignet sind. Ihr solltet also besser nicht mit normalen Messern oder anderen scharfen Gegenständen an eurem besten Stück rumfuchteln. Ihr solltet auch davon absehen, euren Penis mit großem Druck zu verbiegen oder irgendwo einzuquetschen.

Im Interview: Claudia Huber


Über die Themen

  • Sex mit Hämophilie
  • die richtige Verhütung
  • geeignete Stellungen und
  • dem Wunsch nach eigenen Kindern


spricht Sex-Coach Claudia Huber im zweiten Teil unseres Interviews.

Sex-Coach Claudia Huber