Junges Paar: Florian und seine Freundin lächeln in die Kamera. Sie halten einen großen Bilderrahmen in der Hand.

Mein Leben mit Hämophilie: Florian

Über 15 Jahre ist es jetzt her. Ich war damals gerade 18 und mit Freunden auf einem Punk-Festival in unserer Gegend. Auch wenn Musik, insbesondere Punk, bis heute ein absolutes Hobby von mir ist, ist mir das Festival von damals nicht nur wegen der Musik in Erinnerung geblieben. Dort habe ich Karin kennengelernt, die mittlerweile meine Frau ist.

"Sie freut sich, wenn sie mir eine Spritze setzen darf."


Sie war zu dieser Zeit erst 15 und hatte sich von zu Hause weggeschlichen, um beim Festival dabei zu sein. Freunde haben uns einander vorgestellt und es hat direkt gefunkt. Wir haben den ganzen Abend zusammen verbracht und uns gleich für die Woche darauf verabredet. Ein paar Dates und ein Kinobesuch später wurden wir zum Paar. Sie wusste anfangs nichts von meiner Hämophilie und ich habe mir auch nie groß Gedanken gemacht. Nach rund drei Monaten wurde dies dann zum Thema. Wir haben beide noch bei unseren Eltern gewohnt, sie war zu Besuch bei mir und ich musste mir die Prophylaxe spritzen. Da habe ich ihr spontan von meiner Hämophilie erzählt. Im Prinzip ist das auch recht einfach erklärt. Ich glaube, ich habe das klassische Beispiel mit dem „in den Finger schneiden“ genutzt, um die Erkrankung verständlich zu machen. Sie hat wirklich super reagiert, war ganz locker und hat sogar beim Spritzen zugeguckt.

Pärchenbild: Florian und Karin, 2011

Heute freut sich Karin richtig, wenn sie mir mal eine Spritze setzen darf – ein solches Hobby hat sicher auch nicht jedes Paar 😉. Ansonsten ist meine Hämophilie in unserer Beziehung nie ein echtes Thema. Bisher ist auch selten etwas passiert. Nur einmal vor vielen Jahren musste Karin mich wegen starkem Nasenbluten von meiner Arbeit abholen.

Einzig bei der Urlaubsplanung spielt die Hämophilie eine echte Rolle, denn unsere Unterkünfte sollten idealerweise einen Kühlschrank oder eine Minibar haben, um die Medikamente zu kühlen. Ich habe aber auch schon einige Male die Medikamente an der Hotelrezeption abgegeben und kühl lagern lassen – es gibt also immer einen Weg.

Einige Tipps in puncto Reisen hat Anna hier für euch parat.

Aber zurück zum Thema Beziehungen, denn hier möchte ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Bleibt einfach locker! Zu Beginn wird die Krankheit normalerweise noch kein Thema sein, sodass ihr euch erst einmal kennenlernen könnt. Und nach einiger Zeit erzählt ihr dann einfach von eurer Hämophilie. Erklärt die Krankheit möglichst einfach und macht direkt deutlich, dass Hämophilie im Alltag heutzutage eigentlich kaum noch ein Problem ist. Dann wird sicher alles gut!

Profilbild Hämophilie-Patient Florian

Über mich:

Hi, ich bin Florian. Ich bin 34 Jahre alt und wohne in Hillesheim, einem kleinen Ort in der Eifel. Nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gemacht und einige Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Dann habe ich Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik studiert und bilde mittlerweile seit 8 Jahren selbst Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpfleger aus.

Ich stehe auf Fußball – vor allem auf den 1. FC Köln – und auf Hardcore-Punk-Musik, gerne von Bands wie „Tausend Löwen unter Feinden“ oder „Lionheart“. Außerdem spiele ich seit meinem 5. Lebensjahr Tischtennis im Verein. Der Sport macht wirklich Bock. Das Wichtigste in meinem Leben sind aber meine Frau Karin, mein kleiner Sohn David und unsere Katze Paula.

Mein Leben mit Hämophilie: Florian

Über 15 Jahre ist es jetzt her. Ich war damals gerade 18 und mit Freunden auf einem Punk-Festival in unserer Gegend. Auch wenn Musik, insbesondere Punk, bis heute ein absolutes Hobby von mir ist, ist mir das Festival von damals nicht nur wegen der Musik in Erinnerung geblieben. Dort habe ich Karin kennengelernt, die mittlerweile meine Frau ist.

"Sie freut sich, wenn sie mir eine Spritze setzen darf."


Sie war zu dieser Zeit erst 15 und hatte sich von zu Hause weggeschlichen, um beim Festival dabei zu sein. Freunde haben uns einander vorgestellt und es hat direkt gefunkt. Wir haben den ganzen Abend zusammen verbracht und uns gleich für die Woche darauf verabredet. Ein paar Dates und ein Kinobesuch später wurden wir zum Paar. Sie wusste anfangs nichts von meiner Hämophilie und ich habe mir auch nie groß Gedanken gemacht. Nach rund drei Monaten wurde dies dann zum Thema. Wir haben beide noch bei unseren Eltern gewohnt, sie war zu Besuch bei mir und ich musste mir die Prophylaxe spritzen. Da habe ich ihr spontan von meiner Hämophilie erzählt. Im Prinzip ist das auch recht einfach erklärt. Ich glaube, ich habe das klassische Beispiel mit dem „in den Finger schneiden“ genutzt, um die Erkrankung verständlich zu machen. Sie hat wirklich super reagiert, war ganz locker und hat sogar beim Spritzen zugeguckt.

Pärchenbild: Florian und Karin, 2011

Heute freut sich Karin richtig, wenn sie mir mal eine Spritze setzen darf – ein solches Hobby hat sicher auch nicht jedes Paar 😉. Ansonsten ist meine Hämophilie in unserer Beziehung nie ein echtes Thema. Bisher ist auch selten etwas passiert. Nur einmal vor vielen Jahren musste Karin mich wegen starkem Nasenbluten von meiner Arbeit abholen.

Einzig bei der Urlaubsplanung spielt die Hämophilie eine echte Rolle, denn unsere Unterkünfte sollten idealerweise einen Kühlschrank oder eine Minibar haben, um die Medikamente zu kühlen. Ich habe aber auch schon einige Male die Medikamente an der Hotelrezeption abgegeben und kühl lagern lassen – es gibt also immer einen Weg.

Einige Tipps in puncto Reisen hat Anna hier für euch parat.

Aber zurück zum Thema Beziehungen, denn hier möchte ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Bleibt einfach locker! Zu Beginn wird die Krankheit normalerweise noch kein Thema sein, sodass ihr euch erst einmal kennenlernen könnt. Und nach einiger Zeit erzählt ihr dann einfach von eurer Hämophilie. Erklärt die Krankheit möglichst einfach und macht direkt deutlich, dass Hämophilie im Alltag heutzutage eigentlich kaum noch ein Problem ist. Dann wird sicher alles gut!

Profilbild Hämophilie-Patient Florian

Über mich:

Hi, ich bin Florian. Ich bin 34 Jahre alt und wohne in Hillesheim, einem kleinen Ort in der Eifel. Nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gemacht und einige Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Dann habe ich Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik studiert und bilde mittlerweile seit 8 Jahren selbst Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpfleger aus.

Ich stehe auf Fußball – vor allem auf den 1. FC Köln – und auf Hardcore-Punk-Musik, gerne von Bands wie „Tausend Löwen unter Feinden“ oder „Lionheart“. Außerdem spiele ich seit meinem 5. Lebensjahr Tischtennis im Verein. Der Sport macht wirklich Bock. Das Wichtigste in meinem Leben sind aber meine Frau Karin, mein kleiner Sohn David und unsere Katze Paula.