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Between the Peaks

Sechs Tage Hüttenwanderung - 45 Kilometer und 3060 Höhenmeter.

Eine Hüttenwanderung zu machen, war für mich schon immer ein Traum. Viele Tage unterwegs zu sein und alles was ich dafür brauche, in meinem Rucksack dabei zu haben ... Das bedeutet Freiheit für mich! Übrigens: Früher hätte ich nie gedacht, dass ich diese Art von Freiheit jemals erleben würde.

Nachdem wir hin und her überlegt hatten, wo wir unseren Sommerurlaub verbringen könnten, hatten mein Freund Kai und ich beschlossen, uns ins Abenteuer zu stürzen: Sechs Tage wandern im Hohe Tauern Nationalpark.

Als Hämophilie-Betroffene hatte ich mich gründlich auf die Hüttenwanderung im Hochgebirge vorbereitet. Darüber hinaus hatte ich vor unserer Reise Absprache mit meinem Arzt gehalten, um meine Prophylaxe an die hohe Belastung anzupassen und sicherzugehen, dass ich gut vorbereitet war.Meine erste Schwierigkeit bestand im richtigen Packen – Faktorpräparat, Erste-Hilfe-Sets, Bekleidung, etc. Einerseits wollte ich auf alles gefasst sein, andererseits war es aber auch wichtig, den Rucksack so leicht wie möglich zu packen, um meine Gelenke zu schonen.

Tipps und Tricks zum Koffer packen

Falls auch du damit manchmal zu kämpfen hast, kannst du dir übrigens gern einmal meinen Beitrag mit Tipps und Tricks zum Koffer packen anschauen!

Hier anschauen!

Doch zurück zu meinen Vorbereitungen: Nachdem ich fertig gepackt hatte, wog mein Rucksack dann doch ganze 8 Kilo. „Gar nicht so leicht“ – musste ich etwas erschrocken feststellen, als ich den Rucksack zum ersten Mal aufsetzte.

Als es endlich losging, war ich sehr aufgeregt und hatte Sorge, trotz meiner dreimonatigen Vorbereitung mit Fitnesstraining, eine zu anstrengende Route gewählt zu haben. Der erste Aufstieg führte uns über das Ködnitztal zur Glorer Hütte, die auf 2.642 Metern Höhe liegt. Während wir im Tal noch bei 30 Grad unter unseren Rucksäcken geschwitzt hatten, wurde es mit zunehmender Höhe immer kälter und wir kreuzten zahlreiche Schneefelder, die vom Winter liegen geblieben waren.

Auf der Hütte angekommen, begrüßte man uns mit einer warmen Mahlzeit und wir bekamen ein Bett im Lager zugeteilt. Als ich mich gut gesättigt und nach einer Katzenwäsche mit eiskaltem Gebirgswasser in meinen Daunenschlafsack kuschelte, erwartete ich, sofort einzuschlafen. Doch trotz der Erschöpfung tat ich in dieser Nacht kein Auge zu. Auch in den folgenden Nächten verbesserte sich das Einschlafen nur geringfügig. Die Höhe im Gebirge ist nun mal nicht zu unterschätzen.

Trotz wenig Schlaf, Kopfschmerzen und der längeren Wanderzeit, die ich aufgrund meiner Hämophilie benötigte, machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Bösen Weibls (3.121 m), um über den Grat auf der Nordseite zur Elberfelder Hütte abzusteigen. Mit 11 Kilometern war das unsere längste und anstrengendste Etappe. Die letzten Kilometer fielen mir immer schwerer, denn ich war schrecklich müde. Meine Muskeln hatten angefangen zu streiken und eine Pause war aufgrund der untergehenden Sonne leider auch nicht mehr drin.

Beim Bergsteigen gibt es bekanntlich Höhen und Tiefen – und das machte diesen Trip unter anderem so außergewöhnlich! Trotz ein paar Schwierigkeiten gab es viele Highlights für mich, zum Beispiel die Gastfreundlichkeit auf der Elberfelder Hütte, das leckere Abendessen auf der Hochschoberhütte oder das Erklimmen des Debantgrats auf 3.055 Metern Höhe, dessen Gipfel für mich auch technisch gesehen eine echte Herausforderung war. Denn die letzten 60 Höhenmeter zum Gipfel erforderten ein wenig Kletterkenntnisse, da es an der steilen Felsflanke keinen Wanderweg mehr gibt. Diesen Berg werde ich nie vergessen, weil er die Lust nach immer mehr und größeren Projekten in mir geweckt hat.

Als wir nach sechs Tagen Wanderung wieder gesund und munter an unserem Ausgangspunkt ankamen, fühlte ich mich vollkommen erfüllt von einer Freiheit, die ich in dieser Art noch nie erlebt hatte. Wenn ich an die Tage zwischen den Gipfeln zurückdenke, weiß ich, dass sich all die Strapazen gelohnt haben: Denn das Gefühl auf einem Gipfel zu stehen, die phantastische Aussicht zu genießen und dabei zu wissen, dass ich mir diesen Moment ganz alleine erkämpft habe, ist einfach unbezahlbar.

Wenn du jetzt auch Lust auf eine Wandertour im Gebirge bekommen hast, möchte ich dir Mut machen und dir gleichzeitig mitgeben, dass es nicht nur auf deinen Ehrgeiz ankommt. Du solltest dir einen guten Plan machen, die Anforderungen der Etappen kennen und das Wetter berücksichtigen.

Sommer, Sonne, Strand und Surfen

Um richtig surfen zu können, braucht man nicht nur viel Übung und Balance, sondern muss als Hämophilie-Erkrankter auch gut geschützt sein. In diesem Beitrag erzählt euch Tobias von seinem aufregenden ersten Surfkurs in seiner Wahlheimat Portugal und zeigt euch, wie ihr euch am besten auf das Wellenreiten vorbereitet.
Let´s go surfing!

Wander-Challenge

Außergewöhnliche Challenges mit Hämophilie? Wie wärs mit einer 50 km Wanderung von der Schwäbischen Alb bis zur Donau an einem Tag? Für Arni ist keine Herausforderung zu weit oder zu groß. Gemeinsam mit seiner Schwester und zwei Freunden machte er sich ohne Wandererfahrung und mit einer Sprunggelenksarthrose auf den Weg. Ob das gut gehen kann?

 

Between the Peaks

Sechs Tage Hüttenwanderung - 45 Kilometer und 3060 Höhenmeter.

Eine Hüttenwanderung zu machen, war für mich schon immer ein Traum. Viele Tage unterwegs zu sein und alles was ich dafür brauche, in meinem Rucksack dabei zu haben ... Das bedeutet Freiheit für mich! Übrigens: Früher hätte ich nie gedacht, dass ich diese Art von Freiheit jemals erleben würde.

Nachdem wir hin und her überlegt hatten, wo wir unseren Sommerurlaub verbringen könnten, hatten mein Freund Kai und ich beschlossen, uns ins Abenteuer zu stürzen: Sechs Tage wandern im Hohe Tauern Nationalpark.

Als Hämophilie-Betroffene hatte ich mich gründlich auf die Hüttenwanderung im Hochgebirge vorbereitet. Darüber hinaus hatte ich vor unserer Reise Absprache mit meinem Arzt gehalten, um meine Prophylaxe an die hohe Belastung anzupassen und sicherzugehen, dass ich gut vorbereitet war.Meine erste Schwierigkeit bestand im richtigen Packen – Faktorpräparat, Erste-Hilfe-Sets, Bekleidung, etc. Einerseits wollte ich auf alles gefasst sein, andererseits war es aber auch wichtig, den Rucksack so leicht wie möglich zu packen, um meine Gelenke zu schonen.

Tipps und Tricks zum Koffer packen

Falls auch du damit manchmal zu kämpfen hast, kannst du dir übrigens gern einmal meinen Beitrag mit Tipps und Tricks zum Koffer packen anschauen!

Hier anschauen!

Doch zurück zu meinen Vorbereitungen: Nachdem ich fertig gepackt hatte, wog mein Rucksack dann doch ganze 8 Kilo. „Gar nicht so leicht“ – musste ich etwas erschrocken feststellen, als ich den Rucksack zum ersten Mal aufsetzte.

Als es endlich losging, war ich sehr aufgeregt und hatte Sorge, trotz meiner dreimonatigen Vorbereitung mit Fitnesstraining, eine zu anstrengende Route gewählt zu haben. Der erste Aufstieg führte uns über das Ködnitztal zur Glorer Hütte, die auf 2.642 Metern Höhe liegt. Während wir im Tal noch bei 30 Grad unter unseren Rucksäcken geschwitzt hatten, wurde es mit zunehmender Höhe immer kälter und wir kreuzten zahlreiche Schneefelder, die vom Winter liegen geblieben waren.

Auf der Hütte angekommen, begrüßte man uns mit einer warmen Mahlzeit und wir bekamen ein Bett im Lager zugeteilt. Als ich mich gut gesättigt und nach einer Katzenwäsche mit eiskaltem Gebirgswasser in meinen Daunenschlafsack kuschelte, erwartete ich, sofort einzuschlafen. Doch trotz der Erschöpfung tat ich in dieser Nacht kein Auge zu. Auch in den folgenden Nächten verbesserte sich das Einschlafen nur geringfügig. Die Höhe im Gebirge ist nun mal nicht zu unterschätzen.

Trotz wenig Schlaf, Kopfschmerzen und der längeren Wanderzeit, die ich aufgrund meiner Hämophilie benötigte, machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Bösen Weibls (3.121 m), um über den Grat auf der Nordseite zur Elberfelder Hütte abzusteigen. Mit 11 Kilometern war das unsere längste und anstrengendste Etappe. Die letzten Kilometer fielen mir immer schwerer, denn ich war schrecklich müde. Meine Muskeln hatten angefangen zu streiken und eine Pause war aufgrund der untergehenden Sonne leider auch nicht mehr drin.

Beim Bergsteigen gibt es bekanntlich Höhen und Tiefen – und das machte diesen Trip unter anderem so außergewöhnlich! Trotz ein paar Schwierigkeiten gab es viele Highlights für mich, zum Beispiel die Gastfreundlichkeit auf der Elberfelder Hütte, das leckere Abendessen auf der Hochschoberhütte oder das Erklimmen des Debantgrats auf 3.055 Metern Höhe, dessen Gipfel für mich auch technisch gesehen eine echte Herausforderung war. Denn die letzten 60 Höhenmeter zum Gipfel erforderten ein wenig Kletterkenntnisse, da es an der steilen Felsflanke keinen Wanderweg mehr gibt. Diesen Berg werde ich nie vergessen, weil er die Lust nach immer mehr und größeren Projekten in mir geweckt hat.

Als wir nach sechs Tagen Wanderung wieder gesund und munter an unserem Ausgangspunkt ankamen, fühlte ich mich vollkommen erfüllt von einer Freiheit, die ich in dieser Art noch nie erlebt hatte. Wenn ich an die Tage zwischen den Gipfeln zurückdenke, weiß ich, dass sich all die Strapazen gelohnt haben: Denn das Gefühl auf einem Gipfel zu stehen, die phantastische Aussicht zu genießen und dabei zu wissen, dass ich mir diesen Moment ganz alleine erkämpft habe, ist einfach unbezahlbar.

Wenn du jetzt auch Lust auf eine Wandertour im Gebirge bekommen hast, möchte ich dir Mut machen und dir gleichzeitig mitgeben, dass es nicht nur auf deinen Ehrgeiz ankommt. Du solltest dir einen guten Plan machen, die Anforderungen der Etappen kennen und das Wetter berücksichtigen.

Sommer, Sonne, Strand und Surfen

Um richtig surfen zu können, braucht man nicht nur viel Übung und Balance, sondern muss als Hämophilie-Erkrankter auch gut geschützt sein. In diesem Beitrag erzählt euch Tobias von seinem aufregenden ersten Surfkurs in seiner Wahlheimat Portugal und zeigt euch, wie ihr euch am besten auf das Wellenreiten vorbereitet.
Let´s go surfing!

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