Liberator José Antonio im Profil, sitzt zuhause auf seiner Couch

José Antonio: Der höchste Berg der Iberischen Halbinsel

- Begleite ihn bei seiner Herausforderung!
Profilbild Liberator José Antonio

 

 

Ich bin José Antonio
Alter: 43
Land:  Spanien
Hämophilie A
Herausforderung: Den höchsten Berg der Iberischen Halbinsel überwinden

José Antonios Coach Núria

 

 

Ich bin Núria
Alter: 42
Land:  Spanien
Rolle während der Reise: Ultra Trail World Champion

Ich heiße José Antonio und wurde in Alicante in Spanien geboren.

Als ich sieben Monate alt war, ist meine Familie wegen meiner Hämophilie nach Madrid gezogen, so dass ich näher an meinem betreuenden Zentrum leben konnte, wo meine Erkrankung seitdem behandelt wird.

Als ich klein war, war ich ein sehr glückliches Kind. Ich spielte und tobte wie die anderen Kinder. Das war vermutlich zu meinem eigenen Risiko, aber was ich in meiner Kindheit gelernt habe, hat mir in meinem späteren Leben geholfen.

Mein Lebensmotto, das mir geholfen hat, unmögliche Dinge zu erreichen, lautet seitdem: „Meine Angst ist meine Verbündete, mein Mut ist meine Kraft.“

Heutzutage führe ich ein kompliziertes Leben, aber dank meiner Einstellung und meines Durchhaltevermögens habe ich meinen Traum erfüllt und ein Buch über mein Leben geschrieben.

Meine Herausforderung ist es, den Mulhacén, den höchsten Gipfel der Iberischen Halbinsel zu erreichen, der 3.478m hoch ist. Wenn ich dort oben in den Himmel schaue, möchte ich meinem Vater eine Kopie meines Buches überreichen, da er mich immer von dort oben beschützt.

Blogposts

#1 Ein unmöglicher Traum

 

Ich hole mir meinen verloren geglaubten Traum zurück
Die Zeit nach meiner Arthritis bedingten Sprunggelenksoperation betrachte ich als eine zweite Chance in meinem Leben. Dass ich endlich wieder Sport treiben durfte, war für mich wie ein Wunder. Zuerst musste ich zwar ein paar Ängste überwinden, lief dann aber 48 Stunden nach der OP wieder ohne Gehhilfen.
Ich war den Ärzten so dankbar für das, was sie für mich getan hatten. Ich hatte wieder einmal zusammen mit meiner ständigen Begleiterin – der Hämophilie – eine Herausforderung gemeistert. Gelegentlich war sie leider der Grund dafür, dass mein Leben aufgrund eines Sturzes oder einer Verletzung auf der Kippe stand.

Lebensziele und der manchmal beschwerliche Weg dorthin
Ich bin wie jeder andere, gleichzeitig aber bin ich anders. Schon als ich sehr klein war, habe ich mitbekommen, dass ich kein unbeschwertes Leben würde führen können und dass ich Probleme und Aufgaben anders als andere bewältigen muss.
Trotz einer Sprunggelenksverletzung habe ich diverse 2.000er erklommen. Allerdings hatte ich irgendwann so starke Schmerzen, dass ich immer weniger Lust aufs Bergwandern verspürte. Nach meiner Operation konnte ich endlich wieder ein glückliches Leben führen und meine sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen.
Wenn ich etwas vermeintlich Unerreichbares schaffen will, rufe ich mir immer meine Erfahrungen und die Lehren, die ich daraus gezogen habe, ins Gedächtnis.
Am Anfang meiner Challenge stand nun ein einfaches Training, dessen Ziel es war, irgendwann auf ein sehr hohes Trainingsniveau zu kommen.

In der Tabelle könnte ihr meinen Trainingsverlauf samt den Fortschritten verfolgen:

Tabelle mit José Antonios Klettererfahrungen

Ich begann mit einem einfachen Training, das ich Stück für Stück erweitert habe. Ein ganzes Jahr voller erstaunlicher Erlebnisse liegt hinter mir. Es ist mir sogar gelungen, den höchsten Berg in der Provinz Madrid, den Peñalara, zu besteigen. Das hat meine Motivation extrem gesteigert.

Aufgeben ist keine Option – meine körperliche und geistige Vorbereitung
Mein Vater hatte mich immer ermutigt, niemals aufzugeben. Also habe ich im Jahr 2016 angefangen, das Zusammenspiel von Körper und Geist zu verbessern.

Um mir meinen absolut größten Traum auch wirklich erfüllen zu können, muss ich auf allen Ebenen für mich sorgen. Das heißt, dass ich meinem Körper nach einem anstrengenden Training die nötige Ruhe und Erholung gönne. Schon als Kind habe ich von meinen Ärzten immer wieder den Tipp gehört, das kaltes Wasser und Eis zur Regeneration des Körpers beitragen. Außerdem sind angemessene Pausen unverzichtbar. Sobald die Gelenke nach dem Sport wieder etwas lockerer werden, massiere ich sie sanft, da dadurch ihre Beweglichkeit erhalten werden kann. All diese Maßnahmen tragen zur Muskelstärkung bei und verringern die Schmerzen. Da ich mich für Hochrisikosportarten entschieden habe, bin ich ständig irgendwie in Alarmbereitschaft. Daher weiß ich auch, wie ich mich schütze, indem ich z.B. gelegentlich Sprunggelenkwärmer oder -bandagen trage. Außerdem ist es wichtig, dass ich mich angemessen anziehe. Auf feste Schuhe verzichte ich auch nicht, da sie meine Sprunggelenke noch zusätzlich schützen. Selbstverständlich habe ich für den Fall der Fälle auch immer meinen Faktor dabei.

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#2 Die Fortsetzung meines Traums: Kraft durch Selbstvertrauen

 

Die nächste Tabelle zeigt meine Erfolge, immer intensivere Workouts und meine persönlichen Reflexionen, die notwendig waren, um mir meinen Traum zu erfüllen. Der Glaube an das, was ich tue, gibt mir Kraft. Er motiviert mich dabei, meine Ziele zu erreichen.

Weiterführung von José Antonios Klettererfahrungen (Tabellenübersicht)

Ohne eine gewisse Siegermentalität und den richtigen Umgang mit Rückschlägen geht es nicht. Jeden Tag muss man aufs Neue an ihnen arbeiten. Vor jedem geplanten Bergaufstieg schaue ich mir die Strecke genau an und analysiere alle möglichen Gefahren, um in meinem Kopf ausreichend Selbstvertrauen aufbauen zu können.

Die Abwechslung macht‘s
Zur Leistungssteigerung habe mir meine persönliche Art der Vorbereitung gesucht. Dazu gehörte auch, neue Sportarten in meinen Trainingsplan zu integrieren, damit meine Workouts nicht zu anstrengend wurden. Ich bin dann abwechselnd Mountainbike und Kanu gefahren. Auf diese Weise war ich ständig in Bewegung, machte aber nicht jedes Mal dasselbe. Allerdings hat mir etwas Fundamentales gefehlt, wie z.B. gesunde Ernährung.

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#3 Ohne Fleiß kein Preis

Mittlerweile waren wir auf der Zielgeraden angekommen. Die Vorbereitungen auf meinen Traum liefen auf Hochtouren. Dennoch hatte ich in meinem Kopf immer noch die ein oder andere Hürde, die ich nicht überwinden konnte. Dann schließlich lernte ich meine Coachin Nuria Picas kennen. Sie ist eine erfahrene Bergsteigerin, und von ihr lernte ich, was mir noch fehlte, um mein Ziel zu erreichen. Ich erzählte ihr von meinem Training und von dem, was ich schon erreicht hatte. Ihre Ratschläge halfen mir extrem dabei, meine noch vorhandenen Defizite auszugleichen und Blockaden zu beseitigen.

José Antonio bei seinem Anstieg: Er steht auf einer Brücke, hinter ihm verläuft ein Fluss

Schon mehrmals war ich einige 2.000er in Madrid gegangen, aber geistig war noch nicht bereit, mir meinen Lebenstraum zu erfüllen, nämlich auf dem höchsten Punkt der Iberischen Halbinsel zu stehen und dort dem Himmel so nahe zu sein, wie nie zuvor. Hierfür musste ich noch mehr an mir arbeiten. Diesmal stand mir aber ja meine Coachin mit Rat und Tat zur Seite.

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#4 Meine Challenge

Im Jahr 2019 habe ich diverse 2.000er zu bestiegen. Teilweise war deren Aufstieg äußerst schwierig und sehr auch gefährlich. Ich stand auf dem Gipfel des Reventón und des Siete Picos. Letzteren habe ich sogar an einem einzigen Tag bezwungen. Insgesamt bin ich auf acht 2.000ern gewesen. An manchen Stellen war der Untergrund sehr steinig oder auch felsig. Für mein Sprunggelenk ist so etwas eigentlich ungeeignet. Stück für Stück konnte ich aber die Hürden in meinem Kopf überwinden. Ich stellte mir bildhaft vor, was mich am Gipfel erwarten würde. Diese Visualisierungen motivierten mich, weiterzumachen.

José Antonio bei seinem Anstieg im Hintergrund sieht man den Berg hinab ein kleines Dorf und weitere Berge am Horizont

Ich war auf einem guten Leistungsniveau, aber ich musste noch mehr geben, um meine Ziele zu erreichen. 2019 habe ich dann meine Trainingszeiten maximal ausgedehnt. Egal wie viel Zeit ich zur Verfügung hatte, es war mir wichtig, acht Stunden pro Tag zu trainieren. Mein tägliches Lauftraining bestand aus schnellem Gehen und Laufen im Wechsel. Die Streckenlänge betrug 10 km. Drei Tage pro Woche widmete ich dem Krafttraining. Ich stemmte Gewichte, trainierte die Bauchmuskeln, machte Push-ups und achtete darauf, regelmäßig Dehnungseinheiten einzubauen. An den Wochenenden fuhr ich Mountainbike.

Als Basis für meine Challenge dienten meine körperliche Ausdauer und meine Siegermentalität, aber ich brauchte darüber hinaus auch die richtige Technik. Daher geht ein großes Dankschön an meine Coachin Nuria Picas, deren Empfehlungen und Ratschläge mir halfen, die großen Herausforderungen zu meistern, auf die ich auf meinem Weg nach oben gestoßen bin. Hierzu gehörten unter anderem der Umgang mit der Höhenkrankheit und das Verhalten auf unwegsamem Gelände. Diese Informationen waren unverzichtbar für mich. Nuria verstand haargenau, welche Dinge Herausforderungen für mich sein würden, und ich wiederum war mutig genug, dieses Abenteuer zu wagen.

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#5 Am Ziel meiner Reise

José Antonio auf der Spitze des Berges

Dass es mir gelingen würde, mein Ziel zu erreichen, hing zu 93 % von meiner Leistung ab. Die restlichen 7 % waren Glück und der richtige Umgang mit meiner Angst. Ich hatte Selbstvertrauen und wollte unbedingt im Juli 2019 den Mulhacén erobern.

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Es ist möglich, ein Leben zu leben, das mehr ist als Hämophilie.

Klicke hier, um mehr über das Leben mit Hämophilie in unterschiedlichen Lebensphasen zu erfahren.

José Antonio: Der höchste Berg der Iberischen Halbinsel

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Profilbild Liberator José Antonio

 

 

Ich bin José Antonio
Alter: 43
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Hämophilie A
Herausforderung: Den höchsten Berg der Iberischen Halbinsel überwinden

José Antonios Coach Núria

 

 

Ich bin Núria
Alter: 42
Land:  Spanien
Rolle während der Reise: Ultra Trail World Champion

Ich heiße José Antonio und wurde in Alicante in Spanien geboren.

Als ich sieben Monate alt war, ist meine Familie wegen meiner Hämophilie nach Madrid gezogen, so dass ich näher an meinem betreuenden Zentrum leben konnte, wo meine Erkrankung seitdem behandelt wird.

Als ich klein war, war ich ein sehr glückliches Kind. Ich spielte und tobte wie die anderen Kinder. Das war vermutlich zu meinem eigenen Risiko, aber was ich in meiner Kindheit gelernt habe, hat mir in meinem späteren Leben geholfen.

Mein Lebensmotto, das mir geholfen hat, unmögliche Dinge zu erreichen, lautet seitdem: „Meine Angst ist meine Verbündete, mein Mut ist meine Kraft.“

Heutzutage führe ich ein kompliziertes Leben, aber dank meiner Einstellung und meines Durchhaltevermögens habe ich meinen Traum erfüllt und ein Buch über mein Leben geschrieben.

Meine Herausforderung ist es, den Mulhacén, den höchsten Gipfel der Iberischen Halbinsel zu erreichen, der 3.478m hoch ist. Wenn ich dort oben in den Himmel schaue, möchte ich meinem Vater eine Kopie meines Buches überreichen, da er mich immer von dort oben beschützt.

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#1 Ein unmöglicher Traum

 

Ich hole mir meinen verloren geglaubten Traum zurück
Die Zeit nach meiner Arthritis bedingten Sprunggelenksoperation betrachte ich als eine zweite Chance in meinem Leben. Dass ich endlich wieder Sport treiben durfte, war für mich wie ein Wunder. Zuerst musste ich zwar ein paar Ängste überwinden, lief dann aber 48 Stunden nach der OP wieder ohne Gehhilfen.
Ich war den Ärzten so dankbar für das, was sie für mich getan hatten. Ich hatte wieder einmal zusammen mit meiner ständigen Begleiterin – der Hämophilie – eine Herausforderung gemeistert. Gelegentlich war sie leider der Grund dafür, dass mein Leben aufgrund eines Sturzes oder einer Verletzung auf der Kippe stand.

Lebensziele und der manchmal beschwerliche Weg dorthin
Ich bin wie jeder andere, gleichzeitig aber bin ich anders. Schon als ich sehr klein war, habe ich mitbekommen, dass ich kein unbeschwertes Leben würde führen können und dass ich Probleme und Aufgaben anders als andere bewältigen muss.
Trotz einer Sprunggelenksverletzung habe ich diverse 2.000er erklommen. Allerdings hatte ich irgendwann so starke Schmerzen, dass ich immer weniger Lust aufs Bergwandern verspürte. Nach meiner Operation konnte ich endlich wieder ein glückliches Leben führen und meine sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen.
Wenn ich etwas vermeintlich Unerreichbares schaffen will, rufe ich mir immer meine Erfahrungen und die Lehren, die ich daraus gezogen habe, ins Gedächtnis.
Am Anfang meiner Challenge stand nun ein einfaches Training, dessen Ziel es war, irgendwann auf ein sehr hohes Trainingsniveau zu kommen.

In der Tabelle könnte ihr meinen Trainingsverlauf samt den Fortschritten verfolgen:

Tabelle mit José Antonios Klettererfahrungen

Ich begann mit einem einfachen Training, das ich Stück für Stück erweitert habe. Ein ganzes Jahr voller erstaunlicher Erlebnisse liegt hinter mir. Es ist mir sogar gelungen, den höchsten Berg in der Provinz Madrid, den Peñalara, zu besteigen. Das hat meine Motivation extrem gesteigert.

Aufgeben ist keine Option – meine körperliche und geistige Vorbereitung
Mein Vater hatte mich immer ermutigt, niemals aufzugeben. Also habe ich im Jahr 2016 angefangen, das Zusammenspiel von Körper und Geist zu verbessern.

Um mir meinen absolut größten Traum auch wirklich erfüllen zu können, muss ich auf allen Ebenen für mich sorgen. Das heißt, dass ich meinem Körper nach einem anstrengenden Training die nötige Ruhe und Erholung gönne. Schon als Kind habe ich von meinen Ärzten immer wieder den Tipp gehört, das kaltes Wasser und Eis zur Regeneration des Körpers beitragen. Außerdem sind angemessene Pausen unverzichtbar. Sobald die Gelenke nach dem Sport wieder etwas lockerer werden, massiere ich sie sanft, da dadurch ihre Beweglichkeit erhalten werden kann. All diese Maßnahmen tragen zur Muskelstärkung bei und verringern die Schmerzen. Da ich mich für Hochrisikosportarten entschieden habe, bin ich ständig irgendwie in Alarmbereitschaft. Daher weiß ich auch, wie ich mich schütze, indem ich z.B. gelegentlich Sprunggelenkwärmer oder -bandagen trage. Außerdem ist es wichtig, dass ich mich angemessen anziehe. Auf feste Schuhe verzichte ich auch nicht, da sie meine Sprunggelenke noch zusätzlich schützen. Selbstverständlich habe ich für den Fall der Fälle auch immer meinen Faktor dabei.

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#2 Die Fortsetzung meines Traums: Kraft durch Selbstvertrauen

 

Die nächste Tabelle zeigt meine Erfolge, immer intensivere Workouts und meine persönlichen Reflexionen, die notwendig waren, um mir meinen Traum zu erfüllen. Der Glaube an das, was ich tue, gibt mir Kraft. Er motiviert mich dabei, meine Ziele zu erreichen.

Weiterführung von José Antonios Klettererfahrungen (Tabellenübersicht)

Ohne eine gewisse Siegermentalität und den richtigen Umgang mit Rückschlägen geht es nicht. Jeden Tag muss man aufs Neue an ihnen arbeiten. Vor jedem geplanten Bergaufstieg schaue ich mir die Strecke genau an und analysiere alle möglichen Gefahren, um in meinem Kopf ausreichend Selbstvertrauen aufbauen zu können.

Die Abwechslung macht‘s
Zur Leistungssteigerung habe mir meine persönliche Art der Vorbereitung gesucht. Dazu gehörte auch, neue Sportarten in meinen Trainingsplan zu integrieren, damit meine Workouts nicht zu anstrengend wurden. Ich bin dann abwechselnd Mountainbike und Kanu gefahren. Auf diese Weise war ich ständig in Bewegung, machte aber nicht jedes Mal dasselbe. Allerdings hat mir etwas Fundamentales gefehlt, wie z.B. gesunde Ernährung.

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#3 Ohne Fleiß kein Preis

Mittlerweile waren wir auf der Zielgeraden angekommen. Die Vorbereitungen auf meinen Traum liefen auf Hochtouren. Dennoch hatte ich in meinem Kopf immer noch die ein oder andere Hürde, die ich nicht überwinden konnte. Dann schließlich lernte ich meine Coachin Nuria Picas kennen. Sie ist eine erfahrene Bergsteigerin, und von ihr lernte ich, was mir noch fehlte, um mein Ziel zu erreichen. Ich erzählte ihr von meinem Training und von dem, was ich schon erreicht hatte. Ihre Ratschläge halfen mir extrem dabei, meine noch vorhandenen Defizite auszugleichen und Blockaden zu beseitigen.

José Antonio bei seinem Anstieg: Er steht auf einer Brücke, hinter ihm verläuft ein Fluss

Schon mehrmals war ich einige 2.000er in Madrid gegangen, aber geistig war noch nicht bereit, mir meinen Lebenstraum zu erfüllen, nämlich auf dem höchsten Punkt der Iberischen Halbinsel zu stehen und dort dem Himmel so nahe zu sein, wie nie zuvor. Hierfür musste ich noch mehr an mir arbeiten. Diesmal stand mir aber ja meine Coachin mit Rat und Tat zur Seite.

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#4 Meine Challenge

Im Jahr 2019 habe ich diverse 2.000er zu bestiegen. Teilweise war deren Aufstieg äußerst schwierig und sehr auch gefährlich. Ich stand auf dem Gipfel des Reventón und des Siete Picos. Letzteren habe ich sogar an einem einzigen Tag bezwungen. Insgesamt bin ich auf acht 2.000ern gewesen. An manchen Stellen war der Untergrund sehr steinig oder auch felsig. Für mein Sprunggelenk ist so etwas eigentlich ungeeignet. Stück für Stück konnte ich aber die Hürden in meinem Kopf überwinden. Ich stellte mir bildhaft vor, was mich am Gipfel erwarten würde. Diese Visualisierungen motivierten mich, weiterzumachen.

José Antonio bei seinem Anstieg im Hintergrund sieht man den Berg hinab ein kleines Dorf und weitere Berge am Horizont

Ich war auf einem guten Leistungsniveau, aber ich musste noch mehr geben, um meine Ziele zu erreichen. 2019 habe ich dann meine Trainingszeiten maximal ausgedehnt. Egal wie viel Zeit ich zur Verfügung hatte, es war mir wichtig, acht Stunden pro Tag zu trainieren. Mein tägliches Lauftraining bestand aus schnellem Gehen und Laufen im Wechsel. Die Streckenlänge betrug 10 km. Drei Tage pro Woche widmete ich dem Krafttraining. Ich stemmte Gewichte, trainierte die Bauchmuskeln, machte Push-ups und achtete darauf, regelmäßig Dehnungseinheiten einzubauen. An den Wochenenden fuhr ich Mountainbike.

Als Basis für meine Challenge dienten meine körperliche Ausdauer und meine Siegermentalität, aber ich brauchte darüber hinaus auch die richtige Technik. Daher geht ein großes Dankschön an meine Coachin Nuria Picas, deren Empfehlungen und Ratschläge mir halfen, die großen Herausforderungen zu meistern, auf die ich auf meinem Weg nach oben gestoßen bin. Hierzu gehörten unter anderem der Umgang mit der Höhenkrankheit und das Verhalten auf unwegsamem Gelände. Diese Informationen waren unverzichtbar für mich. Nuria verstand haargenau, welche Dinge Herausforderungen für mich sein würden, und ich wiederum war mutig genug, dieses Abenteuer zu wagen.

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#5 Am Ziel meiner Reise

José Antonio auf der Spitze des Berges

Dass es mir gelingen würde, mein Ziel zu erreichen, hing zu 93 % von meiner Leistung ab. Die restlichen 7 % waren Glück und der richtige Umgang mit meiner Angst. Ich hatte Selbstvertrauen und wollte unbedingt im Juli 2019 den Mulhacén erobern.

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