Vertrauen Hand in Hand

Echter Vertrauensbeweis

Teil 2 der Story von Lisa-Marie und ihrem Bruder Dominik

Der Wackelzahn-Wahnsinn

Nachdem ich meine erste Spritzenerfahrung gesammelt hatte, wurde es dann ernst für mich. Tatsächlich kam der Tag, an dem ich von der kindlichen Beschützerin zur kleinen Heldin im Schulalltag wurde. Eigentlich gab es trotz der Toberei auf dem Schulhof erstaunlich wenige Zwischenfälle bei meinem Bruder. Aber an einen werde ich mich immer erinnern: den Wackelzahn-Wahnsinn.

Echt überraschend war für mich die Reaktion von Dominiks Mitschülern als er mitten im Sportunterricht beim Warmlaufen einen Milchzahn verloren hatte. Ich wurde sofort von den Lehrern gerufen, um ihn zu spritzen. Seine Mitschüler konnten sich vor Neugier kaum halten und rissen sich darum, zuschauen zu dürfen. Als ich die berühmt-berüchtigte Frage stellte, ob sie denn auch Blut sehen könnten, sank die Neugier rapide. Und die restlichen Mutigen habe ich weggeschickt, denn Zuschauer brauchte ich wirklich nicht. So waren Dominik und ich dann relativ ungestört mit seinem Notfall-Kit im Klassenzimmer, wo ich ihn unter den neugierigen Blicken der Kinder im Türspalt gespritzt habe. In solchen Momenten war ich froh, so früh an Dominiks Erkrankung herangeführt worden zu sein – und unsere Lehrer und Eltern natürlich auch.

Geschwister Abeln

Volles Vertrauen

Letztere waren bei Dominik auch nicht immer die erste Wahl als Ansprechpartner, wenn es um kleinere Blessuren ging. Offenbar habe ich meine Beschützerrolle ganz gut erfüllt  – zumindest hatte Dominik so viel Vertrauen zu mir, dass ich als große Schwester als Erste und oft auch als Einzige von seinen Heldentaten erfuhr. Wenn mal wieder ein blauer Fleck den Körper meines Bruders zierte, zog er lieber mich ins Vertrauen, weil unsere Mutter ihn zu viel gefragt hat. Bei aller Geschwisterliebe habe ich das dann trotzdem unserer Mutter erzählt. Das war ja nur zu Dominiks Bestem. Und so denke ich auch heute noch. Auch wenn mein Bruder jetzt schon 16 Jahre alt ist, bleibt er einfach mein kleiner Bruder, den ich beschützen möchte. Mein Handy ist also immer griffbereit – darauf kann Dominik sich verlassen, ein Leben lang.

Lisa-Marie Abeln

Über mich

Hallo, ich bin Lisa-Marie, 19 Jahre alt und bin momentan in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Aktuell wohne ich noch zusammen mit meinem jüngeren Bruder Dominik bei meinen Eltern in Olpe.

Der erste Tag im Kindergarten

 

 

Moritz hat Hämophilie und freut sich riesig auf den Kindergarten. Seine Mama Franziska teilt mit euch wertvolle Tipps für eine gute Vorbereitung und einen reibungslosen Start.

Geburt mit großem Empfangskomitee – Denise und Titus

Ein kleines Baby mit schwerer Hämophilie – eine echte Herausforderung? Denise geht damit ganz souverän um. Lest selbst, wie sie Schwangerschaft und Geburt erlebt hat.

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Echt überraschend war für mich die Reaktion von Dominiks Mitschülern als er mitten im Sportunterricht beim Warmlaufen einen Milchzahn verloren hatte. Ich wurde sofort von den Lehrern gerufen, um ihn zu spritzen. Seine Mitschüler konnten sich vor Neugier kaum halten und rissen sich darum, zuschauen zu dürfen. Als ich die berühmt-berüchtigte Frage stellte, ob sie denn auch Blut sehen könnten, sank die Neugier rapide. Und die restlichen Mutigen habe ich weggeschickt, denn Zuschauer brauchte ich wirklich nicht. So waren Dominik und ich dann relativ ungestört mit seinem Notfall-Kit im Klassenzimmer, wo ich ihn unter den neugierigen Blicken der Kinder im Türspalt gespritzt habe. In solchen Momenten war ich froh, so früh an Dominiks Erkrankung herangeführt worden zu sein – und unsere Lehrer und Eltern natürlich auch.

Geschwister Abeln

Volles Vertrauen

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Lisa-Marie Abeln

Über mich

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