Schultafel

Schulspaß trotz schwerer Hämophilie? Keine Sorge!

Mit der schweren Schultüte bepackt stand er vor mir – mein kleiner Junge, der plötzlich gar nicht mehr so klein war. Obwohl Dominiks Einschulung jetzt schon 10 Jahre her ist, kommt es mir vor, als sei es erst gestern gewesen. Von der behüteten Kindergartenwelt ging es plötzlich raus in den aufregenden Schulalltag. Mein Sohn war voller Freude und ich geplagt von Sorgen. Was habe ich mir den Kopf zerbrochen. Denn Dominik gilt mit seiner schweren Hämophilie offiziell als „Risikokind“. Was passiert, wenn er sich beim Toben auf dem Schulhof verletzt? Wie souverän gehen die Lehrer mit Dominiks Krankheit um und wie rücksichtsvoll sind wohl die anderen Kinder? All diese Fragen kreisten mir im Kopf herum. Zum Glück kann ich heute wirklich nur noch darüber schmunzeln. Meine Sorgen? Absolut unbegründet, wie sich ganz schnell herausstellte.
Schulkind

Beispielhafte Darstellung 

Anmeldung mit Aufklärung

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich direkt bei der Anmeldung in Dominiks Schule mit offenen Karten gespielt. Aber zugegeben: Den Schweregrad seiner Hämophilie habe ich damals ganz bewusst etwas verharmlost. So kam das dann blöderweise auch beim Schulleiter an, der Dominiks Krankheit  erstmal auf die leichte Schulter genommen hat. Seine spontane Reaktion: „Das wird ja wohl nicht so schlimm sein.“

Natürlich gab mir das als Mutter nicht gerade das sicherste Gefühl. Deshalb suchte ich ganz früh das Gespräch mit Dominiks zukünftiger Klassenlehrerin, um sie nochmal ausführlich aufzuklären. Mir war einfach wichtig, ihr von Anfang an die Angst vor den Risiken der Hämophilie zu nehmen. Aus Dominiks Kindergartenzeit wusste ich schon, dass die erste Konfrontation mit der Krankheit bei Dritten schnell mal zu Panik führt – besonders, wenn sie vorher noch nie etwas damit  zu tun hatten. Viele haben einfach die Sorge, dass ein verletztes Kind mit Hämophilie sofort verblutet. Und Verletzungen auf dem Pausenhof sind natürlich der Klassiker, wie ja jeder von uns weiß. ;-)

Bloß keine Panik!

Deshalb wollte ich schon früh vorbeugen und der Klassenlehrerin jegliche Ängste nehmen. Bloß kein Panikmodus war mein Plan – zum Glück ist der aufgegangen. Ich habe Dominiks Lehrerin einfach alle wichtigen Informationen über die Krankheit und den richtigen Umgang damit gegeben. Dazu gehörte natürlich auch, dass sie im Notfall, erstmal uns Eltern kontaktieren soll, statt den Rettungswagen zu rufen. Schließlich haben wir ja Dominiks Medikamente immer griffbereit.

So war die Klassenlehrerin schon mal prima für den Ernstfall gewappnet. Jetzt mussten nur noch die Kinder verstehen, was sie bei meinem Sohn beachten müssen. Mit der Klassenlehrerin habe ich gemeinsam beschlossen, direkt in der ersten Woche einmal in die Schule zu kommen, um den Kindern von Dominiks Erkrankung zu erzählen. Die Hämophilie-Fibel war mir dabei eine echte Hilfe. Anhand der anschaulichen Beschreibungen konnte ich den Kleinen ziemlich leicht erklären, was genau die Hämophilie eigentlich ist und was sie im Umgang mit Dominik beachten sollen – natürlich ganz ohne schwieriges Fachchinesisch. Das hat wirklich super geklappt. Lehrer und Kinder wussten Bescheid und als Mutter konnte ich Dominik dann ganz beruhigt morgens in die Schule bringen. So waren meine anfänglichen Sorgen schnell verflogen und wieder wurde mir klar: Die Hämophilie ist auch auf dem Pausenhof kein Hemmschuh. Es kommt nur auf die richtige Kommunikation an!

Beatrix

Über mich:

Ich heiße Beatrix und bin 45 Jahre alt. Seit mehr als 21 Jahren bin ich mit meinem Mann Jörg verheiratet, mit dem ich zwei Kinder habe. Meine Tochter ist Konduktorin der Hämophilie und mein Sohn hat die Hämophilie in schwerer Verlaufsform. Wir wohnen in Olpe, direkt am schönen Biggesee. Vor fast 25 Jahren habe ich die Ausbildung zur examinierten Krankenschwester bestanden und arbeite in einem Akutkrankenhaus auf einer kardiologischen und gefäßchirurgischen Station. In meiner Freizeit spiele ich im Spielmannszug in Olpe Sopranflöte.

Schulspaß trotz schwerer Hämophilie? Keine Sorge!

Mit der schweren Schultüte bepackt stand er vor mir – mein kleiner Junge, der plötzlich gar nicht mehr so klein war. Obwohl Dominiks Einschulung jetzt schon 10 Jahre her ist, kommt es mir vor, als sei es erst gestern gewesen. Von der behüteten Kindergartenwelt ging es plötzlich raus in den aufregenden Schulalltag. Mein Sohn war voller Freude und ich geplagt von Sorgen. Was habe ich mir den Kopf zerbrochen. Denn Dominik gilt mit seiner schweren Hämophilie offiziell als „Risikokind“. Was passiert, wenn er sich beim Toben auf dem Schulhof verletzt? Wie souverän gehen die Lehrer mit Dominiks Krankheit um und wie rücksichtsvoll sind wohl die anderen Kinder? All diese Fragen kreisten mir im Kopf herum. Zum Glück kann ich heute wirklich nur noch darüber schmunzeln. Meine Sorgen? Absolut unbegründet, wie sich ganz schnell herausstellte.
Schulkind

Beispielhafte Darstellung 

Anmeldung mit Aufklärung

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich direkt bei der Anmeldung in Dominiks Schule mit offenen Karten gespielt. Aber zugegeben: Den Schweregrad seiner Hämophilie habe ich damals ganz bewusst etwas verharmlost. So kam das dann blöderweise auch beim Schulleiter an, der Dominiks Krankheit  erstmal auf die leichte Schulter genommen hat. Seine spontane Reaktion: „Das wird ja wohl nicht so schlimm sein.“

Natürlich gab mir das als Mutter nicht gerade das sicherste Gefühl. Deshalb suchte ich ganz früh das Gespräch mit Dominiks zukünftiger Klassenlehrerin, um sie nochmal ausführlich aufzuklären. Mir war einfach wichtig, ihr von Anfang an die Angst vor den Risiken der Hämophilie zu nehmen. Aus Dominiks Kindergartenzeit wusste ich schon, dass die erste Konfrontation mit der Krankheit bei Dritten schnell mal zu Panik führt – besonders, wenn sie vorher noch nie etwas damit  zu tun hatten. Viele haben einfach die Sorge, dass ein verletztes Kind mit Hämophilie sofort verblutet. Und Verletzungen auf dem Pausenhof sind natürlich der Klassiker, wie ja jeder von uns weiß. ;-)

Bloß keine Panik!

Deshalb wollte ich schon früh vorbeugen und der Klassenlehrerin jegliche Ängste nehmen. Bloß kein Panikmodus war mein Plan – zum Glück ist der aufgegangen. Ich habe Dominiks Lehrerin einfach alle wichtigen Informationen über die Krankheit und den richtigen Umgang damit gegeben. Dazu gehörte natürlich auch, dass sie im Notfall, erstmal uns Eltern kontaktieren soll, statt den Rettungswagen zu rufen. Schließlich haben wir ja Dominiks Medikamente immer griffbereit.

So war die Klassenlehrerin schon mal prima für den Ernstfall gewappnet. Jetzt mussten nur noch die Kinder verstehen, was sie bei meinem Sohn beachten müssen. Mit der Klassenlehrerin habe ich gemeinsam beschlossen, direkt in der ersten Woche einmal in die Schule zu kommen, um den Kindern von Dominiks Erkrankung zu erzählen. Die Hämophilie-Fibel war mir dabei eine echte Hilfe. Anhand der anschaulichen Beschreibungen konnte ich den Kleinen ziemlich leicht erklären, was genau die Hämophilie eigentlich ist und was sie im Umgang mit Dominik beachten sollen – natürlich ganz ohne schwieriges Fachchinesisch. Das hat wirklich super geklappt. Lehrer und Kinder wussten Bescheid und als Mutter konnte ich Dominik dann ganz beruhigt morgens in die Schule bringen. So waren meine anfänglichen Sorgen schnell verflogen und wieder wurde mir klar: Die Hämophilie ist auch auf dem Pausenhof kein Hemmschuh. Es kommt nur auf die richtige Kommunikation an!

Beatrix

Über mich:

Ich heiße Beatrix und bin 45 Jahre alt. Seit mehr als 21 Jahren bin ich mit meinem Mann Jörg verheiratet, mit dem ich zwei Kinder habe. Meine Tochter ist Konduktorin der Hämophilie und mein Sohn hat die Hämophilie in schwerer Verlaufsform. Wir wohnen in Olpe, direkt am schönen Biggesee. Vor fast 25 Jahren habe ich die Ausbildung zur examinierten Krankenschwester bestanden und arbeite in einem Akutkrankenhaus auf einer kardiologischen und gefäßchirurgischen Station. In meiner Freizeit spiele ich im Spielmannszug in Olpe Sopranflöte.